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Promotion

Zweck und Verlauf einer Promotion

"Die Promotion dient dem Nachweis der Befähigung zu vertiefter selbständiger wissenschaftlicher Arbeit."

Verschiedenste Motive können Sie bewegen, eine Promotion als nächsten Karriereschritt zu erwägen. Gründe könnten sein, dass Sie

  • fasziniert sind von der Wissenschaft oder Spass daran haben, sich in bestimmte wissenschaftliche Fragestellungen zu vertiefen
  • eine wissenschaftliche Karriere anstreben
  • eine Promotion in Ihrem Fachgebiet üblich ist oder
  • sich ein höheres Einkommen bzw. bessere Chancen bei der Berufswahl erhoffen.

Wenn Sie sich für eine Promotion entscheiden, sollten Sie aber in jedem Fall neben der Faszination für Ihr Forschungsthema Motivation und Ausdauer für eine zeitintensive wissenschaftliche Arbeit mitbringen. Bevor Sie mit einer Promotion beginnen, sollten Sie überlegen, ob eine Promotion

  • für Ihren angestrebten beruflichen Werdegang sinnvoll bzw. sogar notwendig ist
  • zu Ihrer Lebensplanung passt, u.a. auch im Hinblick auf die Zeit, die investiert werden muss
  • finanzierbar ist bzw. wie diese Karrierephase finanziert werden kann

Zusätzlich sollten Sie sich Gedanken machen, welche Promotionsart die richtige für Sie ist: Bevorzugen Sie die thematische Einbindung in ein Promotions- oder Forschungsprogramm mit einem begleitenden fachlichen Ausbildungsangebot, dann könnte eine strukturierte Promotion in einem Promotionsprogramm für Sie besonders interessant sein. Promotionsprogramme der TU Clausthal, weiterführende Informationen und AnsprechpartnerInnen finden Sie hier.

Sind Sie eher daran interessiert, Ihr Forschungsthema völlig frei zu wählen und Ihre Forschungstätigkeiten individuell einzuteilen und zu planen, kommt eine individuelle Promotion für Sie in Frage. Bei Bedarf können Sie an fächerübergreifender Weiterbildung teilnehmen. Es besteht für Sie jedoch keine Verpflichtung, Qualifikationsangebote wahrzunehmen.

Eine Promotion gliedert sich im Wesentlichen in vier Hauptphasen:

  1. die Orientierungsphase, in der Sie Thema, Betreuung, Finanzierung und Promotionsart erarbeiten. Diese Phase dauert gewöhnlich ein bis drei Monate.
  2. die Einstiegsphase, in der Sie sich die Grundkenntnisse, den Stand der Wissenschaft erarbeiten. Diese Phase dauert gewöhnlich drei bis neun Monate.
  3. die Forschungsphase, in der Sie Ihr Forschungsprojekt bearbeiten, Ergebnisse zu Ihren Fragestellungen herausarbeiten und diese verschriftlichen. In dieser Phase, die gewöhnlich zwei einhalb bis drei Jahre dauert, werden oft auch schon erste Ergebnisse von Teilprojekten in wissenschaftlichen Journalen, auf wissenschaftlichen Tagungen oder als Buchbeiträge veröffentlicht.
  4. die Abschlussphase, in der Sie Ihre Erkenntnisse verschriftlichen und in den großen wissenschaftlichen Kontext stellen. Die Promotion endet mit der Veröffentlichung Ihrer Forschungsarbeit und der Verleihung des Doktortitels. Dazu legen Sie eine mündliche Prüfung als Dsiputation, Rigorosum bzw. Fachprüfung ab.

Detailliertere Informationen finden Sie hier. Wünschen Sie eine Beratung zum Thema Promotion bzw. haben Sie sich für eine Promotion entschieden und fragen sich nun, was die nächsten Schritte sind, dann unterstützen wir Sie sehr gern. Kontaktieren Sie uns bitte dazu und vereinbaren einen Beratungstermin.

 

Individualpromotion

Die Individualpromotion wird häufig als der klassische Weg zum Doktortitel angesehen. Individuell Promovieren bedeutet, sich eigenständig an eine Professorin/ einen Professor zu wenden, die/ der die Betreuung eines passenden Forschungsthemas bzw. der Dissertation übernimmt. Man forscht und bearbeitet seine Dissertation ohne in ein inhaltliches und organisatorisches Promotionsprogramm eingebunden zu sein. Sobald Sie eine Betreuungszusage erhalten haben, kann die „Zulassung zur Promotion“ in dem gewählten Fach bei der zuständigen Fakultät beantragt werden. Weitere Informationen zu den administrativen Schritten nach Erhalt der Betreuungszusage finden Sie unter dem Abschnitt "Schritt für Schritt".

Da individuell Promovierende in der Regel kein verpflichtendes Ausbildungsprogramm zu absolvieren haben, ermöglicht die Individualpromotion große Freiheit bei der Themenwahl und bei der Verfolgung der individuell gesteckten Ziele. Die Basis für eine erfolgreiche Individualpromotion ist das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Doktorandin/ Doktorand und Betreuerin/ Betreuer sowie eine enge Anbindung an das Promotionsfach. Forschungskolloquien bzw. Seminare innerhalb der Arbeitsgruppen und Institute ermöglichen den Austausch mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die Präsentation des eigenen Arbeitsfortschritts sowie die Diskussion eigener Ideen und Thesen.

Weiterführende Literatur: academics Artikel "Traditionell Promovieren"

 

Weiterführende Informationen zum Thema Promotion

Promovieren in Clausthal (Promotionsleitfaden für eine Promotion in Clausthal)

Studieren und Forschen in Deutschland (Informationsbroschüre des DAAD)

Handlungsempfehlungen für Promovierende (Informationsbroschüre des QZP)

Kompetenzen von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern. Entwicklung eines Kompetenzmodells (UniWind Publikation Bd. 6)

Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2017

 

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